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Bananengeschichte(n) oder
wen macht die Banane krumm?

Der Welthandel mit Bananen begann 1899, als die US-amerikanische Firma "United Fruit Company" gegründet wurde. Bis heute beherrscht dieser Konzern, der heute "Chiquita" heißt, zusammen mit zwei anderen Großkonzernen, "Dole" und "Del Monte" den Bananenanbau und -handel auf der Welt.

Bananen - eine traurige Geschichte

Schon früh errichteten die "United Fruit Company" und die anderen nordamerikanischen Handelsgesellschaften große Bananenplantagen in Mittelamerika. Plantagenbesitzer Dabei gingen sie äußerst rücksichtslos vor und vertrieben kleine Bauern, die auf und von diesem Land lebten. Für die neuen riesigen Plantagen wurden auch große Regenwälder abgeholzt und abgebrannt. Für Anbau, Pflege und Ernte der Millionen von Bananenpflanzen waren viele Arbeiter nötig. Diese gab es in großer Zahl. Sie waren bettelarm. Oft waren sie ehemalige Sklaven. In den Bananenplantagen bekamen sie sehr niedrige Löhne, mussten sehr lang und sehr hart
Die Macht der Bananenkonzerne wurde immer größer. Im Gegensatz zu den Plantagenarbeitern verdienten die Bananenkonzerne ein Vermögen mit dem begehrten Obst. Sie besaßen in den Anbauländern auch die Hafenanlagen, Eisenbahnlinien und Elektrizitätswerke. Sie kontrollierten die Polizei und die Politik. Die Länder in Mittelamerika, die bis heute die meisten Bananen für den Weltmarkt produzieren, nennt man seitdem "Bananenrepubliken". Hier leben die Menschen in völliger Armut und Rechtlosigkeit.



Bananen heute - Manuel (12) erzählt

Manuel kommt aus Panama und er lebt zusammen mit seiner Familie auf einer Bananenplantage.Erntearbeit
"Hallo, ich bin Manuel aus Panama. Ich möchte euch von meinem Leben erzählen. Ich lebe mit meiner Mutter und meinen vier kleineren Geschwistern auf einer großen Bananenplantage. Mein Vater ist vor zwei Jahren gestorben. Mama sagt, dass ihn die giftigen Pflanzenschutzmittel, mit denen er jeden Tag auf dem Feld zu tun hatte, getötet haben.
Meine Mutter arbeitet in der Verpackstation und seit dem Tod meines Vaters muss ich auch arbeiten und mitverdienen. Ich bin Bananenträger und muss jeden Tag schwere Bananenbüschel schleppen. So ein Büschel kann 50 Kilogramm wiegen! Noch schlimmer finde ich es, wenn aus dem Flugzeuge das giftige Pflanzenschutzmittel über die Plantage gesprüht wird, während wir dort arbeiten. Dann brennt es in den Augen, in der Lunge und auf der Haut und ich muss an meinen Vater denken. Doch wenn ich nicht arbeite, dann können wir nicht überleben.
Meine Mutter verdient vier bis fünf Dollar am Tag und ich drei Dollar. Wenn wir einmal so krank sind, dass wir nicht arbeiten können, bekommen wir auch keinen Lohn und können uns nichts zu essen kaufen. Meine Mutter ist oft sehr verzweifelt und traurig und träumt von einem besseren Leben. Doch wir besitzen nichts! Wenn wir die Bananenplantage verlassen, haben wir nicht einmal mehr die paar Dollar, die wir jetzt verdienen. Es ist aussichtslos."